Wie Sie die Abmelderaten Ihres Newsletters um 50% senken können

Die Abmelderate eines Newsletters steht als Symbol für die Qualität der Inhalte. Klar, wenn sich über Jahre hinweg fast niemand abmeldet, wird der Versender wohl den Geschmack der Empfänger treffen. Steigt dann aber plötzlich die Abmelderate massiv an, hat das natürlich seinen Grund.

Für Newsletter-Betreiber besteht daher ein konkretes Ziel darin, die Abmelderate zu senken oder möglichst gering zu halten. Dieser Artikel gibt Ihnen einige Tipps an die Hand, die Ihnen dabei helfen – aber auch 3 Dinge, die Sie auf keinen Fall tun sollten!

1. Hochwertiger Content, wenig Werbung

Das wichtigste beim Senken der Abmelderate ist der Content des Newsletters. Wenn Sie interessante, wertvolle, nützliche Inhalte versenden, die für die Zielgruppe einen echten Mehrwert darstellen, haben Sie generell eine geringere Abmelderate, als wenn Sie zu viele Unternehmensinfos verschicken. Gerade zuviel Werbung ist ein häufiger Grund für Abmelderaten. Mischen Sie guten Content mit Werbung. Beispiele für guten Content:

  • Checklisten
  • Fachartikel
  • Aktuelle Neuerungen in der Branche
  • Interviews
  • Videos
  • Tipps und Tricks
  • Downloads
  • etc.

2. Abmelder nach dem Grund fragen

Wen können Sie besser fragen, warum die Abmelderate steigt, als jemanden, der sich gerade abmeldet. Bauen Sie also auf der Seite, auf die der Nutzer nach oder beim Abmelden gelangt, eine Abfrag der Gründe für die Abmeldung ein. Optimal hierfür ist ein Dropdown-Menü mit häufigen Gründen, z.B.

  • kein Interesse am Thema mehr
  • zu häufige Newsletter
  • Inhalte uninteressant
  • Themen zu wenig auf meine Interessen zugeschnitten

3. Richtige Versandfrequenz wählen

Neben schlechtem Content liegen Abmeldungen oft auch daran, dass Sie die Nutzer einfach zu oft mit Mailings belästigen. Auch jemand, der Ihre Mails gerne liest und prinzipiell gut findet, wird sich abmelden, wenn sein Posteingang überquillt. Sie müssen daher die optimale Versandfrequenz ermitteln. In der Regel ist 1x/Monat eine gute Faustregel; das kann sich jedoch je nach Thema, Zielgruppe und Branche sehr stark unterscheiden. Analysieren Sie also Ihre Öffnungs-, Klick und Abmelderaten bei verschiedenen Versandhäufigkeiten und fragen Sie gezielt Ihre Empfänger danach, welche Frequenz Sie am angenehmsten finden.

4. Die richtigen Empfänger

Die Inhalte sind wichtig – aber auch die besten Inhalte bringen nichts, wenn die Empfänger die falschen sind. Je besser Sie daher die Empfänger auswählen, desto geringer die Klickrate. Insbesondere wenn Sie Adressen einkaufen, werden Sie unter hohen Abmelderaten leiden. Bauen Sie jedoch Ihren Empfänger im Double Opt-In-Verfahren mit echten Mehrwerten auf, wird auch die Abmelderate grundsätzlich geringer ausfallen.

5. Auf die Anmeldung verweisen

Bauen Sie in den Newsletter einen Hinweis ein, warum der Empfänger den Newsletter überhaupt erhält. Gerade wenn Sie eher selten versenden (weniger als alle 4 Wochen), vergessen Empfänger leicht, warum sie überhaupt Mails von Ihnen bekommen. Der Klick auf den Abmelde-Link ist dann schnell passiert. Manche lassen sich allerdings davon abhalten, wenn man sie in der Mail informiert, warum Sie diese E-Mail überhaupt erhalten. Zum Beispiel nach folgendem Muster:

Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie sich am 12.05.2011 mit der E-Mail-Adresse steffi@emailadresse.xyz dazu angemeldet haben. Der SchmidtLetter liefert Ihnen alle 4 Wochen die aktuellsten Infos und Tipps rund um das Thema ABC.

6. Von der Abmeldung abraten

Empfehlenswert ist es auch, einen ähnlichen Hinweis rund um den Abmeldelink anzubringen, nach dem Motto „Du kannst dich zwar abmelden, aber damit entgehen die folgende Vorteile…“

7. Personalisieren

Sehr gut zur Senkung der Abmelderate hilft auch, die Mails zu personalisieren. Das fängt bei einer persönlichen Ansprache an und geht bis zu individuellen, nach Interessen segmentierten Inhalten. Alles, was den Eindruck einer Massenmail verwischt, führt in der Regel zu geringeren Abmelderaten.

8. Frequenz auswählen lassen

Unternehmen, die sehr häufige Werbung verschicken, kennen das: nach ein paar Wochen melden sich viele Nutzer wieder ab, weil es einfach zu viele Mails werden. Clevere Unternehmen führen die Abmeldet daher mit dem Klick auf den Abmelden-Link auf eine Seite, wo sie zuerst mal die Frequenz reduzieren können. Also zum Beispiel statt 3x pro Woche nur noch 1x alle 14 Tage. Entscheidet sich der Empfänger dafür, wird er in eine separate Liste aufgenommen, die dann eben seltener bespielt wird. So können Sie den einen oder anderen Empfänger, der sich bereits abmelden wollte, noch im Verteiler halten und vielleicht noch über Jahre hinweg abspielen.

Das sollten Sie auf keinen Fall tun!

Diese 8 Tipps werden Ihnen helfen, die Abmelderaten zu senken. Was Sie jedoch auf keinen Fall tun sollten, lesen Sie jetzt.

1. Abmeldelink rauslassen

Man könnte auf die Idee kommen, einfach den Abmeldelink in den Newslettern wegzulassen. So liese sich die Abmelderate doch ratz fatz reduzieren, oder? Schon, aber erstens verärgern Sie damit den Nutzer und sorgen dafür, dass Ihre Mails mal eben als Spam markiert werden (der Anfang vom Ende für jeden Newsletter-Verteiler), und zweitens verstoßen Sie damit gegen das Gestetz. Es ist rechtlich vorgeschrieben, einen Abmeldelink zu integrieren. Das sollten Sie auch beherzigen…

2. Abmeldung nicht akzeptieren

Technisch könnten Sie es auch so lösen, dass man sich zwar abmelden kann, aber trotzdem nicht aus dem Verteiler gelöscht wird. Spielen Sie hier nicht mit dem Feuer. Wenn jemand sich vom Newsletter abmelden will, muss seine E-Mail auch wirklich gelöscht werden, ohne Wenn und Aber. Alles andere ist Spam!

3. Ignorieren

Sie könnten die Abmelderate auch einfach ignorieren. Einfach nicht beachten, wird sich schon von selbst regeln. Das ist natürlich der falsche Weg. Nehmen Sie die Abmelderate als Lernmöglichkeit, um bessere und erfolgreiche Newsletter zu erstellen. Schließlich ist das Versenden von Mailings kein Selbstzweck, sondern soll ein bestimmtes Ziel erreichen (Verkaufen, Markenbildung, Kundenbindung etc.). Wenn sich aber mehr und mehr Personen abmelden, schrumpft Ihr Verteiler im Laufe der Zeit ein.

Beachten Sie auch, dass längst nicht alle unzufriedenen Nutzer sich abmelden. Manche werden die Mails einfach löschen oder Sie auf die Blockier- oder Spamliste setzen. Die Abmelderate ist quasi das sichtbare Warnsignal für eine solche Entwicklung. Nehmen Sie sie ernst!

3 Responses to “Wie Sie die Abmelderaten Ihres Newsletters um 50% senken können”

  1. Hallo Felix,

    sehr schöne Auflistung, auch wenn ich finde, dass Du hättest nach „1.“ aufhören können 😉

    Wir gehen sogar soweit, dass wir Abonnenten, sofern wir deren Telefonnummer haben, persönlich anrufen und uns für die Zeit, in der sie unseren Newsletter abonniert hatten, bedanken. Keine Werbung, kein Zurückgewinnungsgefasel.
    Ergebnis: gute 30% melden sich in den kommenden Tagen wieder an.

    Irgendwie erschreckend wie einfach es ist, mit gutem, ehrlichem Kundenservice zu punkten. Naja, uns solls recht sein 🙂

    Viele Grüße nach Köln!
    Michael

  2. admin sagt:

    Das ist mal ne gute Idee! Werd ich in die nächste Liste auf jeden Fall mit aufnehmen 🙂

  3. Darfst Du gerne tun!

    Grüße aus Stuttgart

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