Spamfilter vermeiden – 10 Tipps

Ca. 90% aller weltweit versendeten E-Mails sind der Kategorie „Unerwünschte Werbung“, also Spam zuzuordnen. Um diesem Meer an Spam Herr zu werden, arbeiten Anbieter von E-Mail-Programmen, E-Mail-Provider und weitere Unternehmen beständig daran, immer ausgefeiltere Mechanismen zur Erkennung von Spam zu finden und umzusetzen. Mittlerweile funktionieren Spam-Filter schon recht gut, so dass ein Großteil der Werbung gar nicht mehr im Posteingang landet.

Problematisch wird dies jedoch dann, wenn auch legitime E-Mails in den Spamfiltern hängen bleiben. Für Unternehmen kann dies einen enormen Umsatzschaden bedeuten. Landet der E-Mail-Server des Unternehmens nämlich auf einer so genannten Blacklist, werden nicht nur die Newsletter abgefangen, sondern sämtliche E-Mail-Kommunikation des Unternehmens.

Für Mittelständler, die im E-Mail-Marketing aktiv werden wollen, ist es daher essentiell, ein Blacklisting der eigenen E-Mail-Server zu vermeiden. Die folgenden 10 Tipps helfen dabei.

1. Server

Newsletter sollten niemals mit einem eigenen Mailprogramm und vom eigenen Server verschickt werden, sondern immer über einen whitelist-zertifizierten Server. Gute E-Mail-Marketing-Anbieter verwenden diese Server, deren Mails von den Empfängern automatisch „durchgelassen“ werden. Im Gegenzug unternehmen die Whitelist-Server-Anbieter große Anstrengungen, um zu vermeiden, dass über ihre Server Spam verschickt wird. Wenn Unternehmen solche Server nutzen, ist das Spam-Problem sofort deutlich reduziert.

2. Betreff

Spamfilter reagieren besonders sensibel auf die Worte, die im Betreff der E-Mai l verwendet werden. Finden sich hier Begriffe wie „kostenlos“, „günstig“, „neu“ oder „top“, erhält die Mail bereits einige Spam-Punkte. Die Punkte kumulieren sich auf, bis irgendwann ein Schwellenwert überschritten ist und die Mail als Spam behandelt wird.

3. E-Mail-Text

Auch hier ist besonders auf Formulierungen zu achten. Begriffe, die häufig in Spam-Mails vorkommen, sind auf jeden Fall zu vermeiden (insbesondere Begriffe aus dem Erotik-Bereich, auch wenn sie vielleicht in einem anderen Zusammenhang verwendet werden).

4. Dateigröße

E-Mails sollten so klein wie möglich sein. Eine große Dateigröße erweckt den Spamverdacht, weil sich eventuelle Schadsoftware in der Mail befinden kann.

5. Keine Anhänge

Auch Anhänge sind prinzipiell spamverdächtig, weshalb Newsletter keinen Anhang enthalten sollten. Bilder können direkt aus dem Netz geladen werden und Dateien sollten besser auf der Website zum Download angeboten und in der E-Mail verlinkt werden.

6. HTML-Mails

Reine Text-Mails haben den geringsten Spamverdacht. Bei HTML-Mails ist der Spam-Score grundsätzlich höher. Das ist per se nicht schlimm, kann aber im Zusammenspiel mit anderen Faktoren gefährlich werden und die Schwelle zum Spam überschreiten.

7. Bounce-Handling

Die nicht zustellbaren Rückläufer müssen professionell gemanaged und aussortiert werden. E-Mail-Verteiler mit einer zu hohen Bounce-Rate gelten als spamverdächtig.

8. Manuelle Spam-Meldungen

Wenn vermehrt Empfänger die E-Mail-Adresse von Hand als Spam markieren, ist das für Blacklist-Betreiber natürlich ein wertvolles Signal. Daher gilt es das, unbedingt zu vermeiden. Zum Einen, indem der Empfänger in jeder Mail noch einmal darauf hingewiesen wird, dass er sich selbst in den Verteiler eingetragen hat, zum anderen durch hochwertigen und nicht zu werblichen Content.

9. Linktracking

Auch das Linktracking, also das Messen von Klicks auf die enthaltenen Links durch bestimmte Methoden, kann ein Spamsignal sein. Da man hiergegen jedoch nichts tun kann, ist es umso wichtiger, bei den anderen Faktoren möglichst wenig Spampunkte zu sammeln, so dass sich dieser Faktor nicht als das Zünglein an der Waage auswirkt und die Mail in den Spamfilter schiebt.

10. Spamtest

Manche E-Mail-Marketing-Programme ermöglichen vor dem Versenden einen Spamtest. Des Weiteren gibt es auch Online-Anbieter, die sich hierfür eignen. Beispielhaft seien hier www.isnotspam.com und http://www.contactology.com/check_mqs.php herausgegriffen. Beide Anbieter bewerten E-Mails und suchen gezielt nach spamauffälligen Merkmalen. So können eventuelle Schwachpunkte bereist vor dem Versand behoben werden.

One Response to “Spamfilter vermeiden – 10 Tipps”

  1. chris sagt:

    Ich bearbeite gerade den Newsletter für meinen Kumpel Alexander Vitocco und bin baff erstaunt, dass, nachdem ich das Logo im Header grösser gezogen habe, der SPAM Filter von 1,3 auf 3,0 hochschnellt … offensichtlich gibt es da einen Zusammenhang, aber warum und welche Tipps gibt’s da? Vielen Dank!

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