E-Mail-Marketing vs. Social Media Marketing

E-Mail-Marketing gehört zu den etablierten und „alteingesessenen“ Instrumenten des Online-Marketing. Trotzdem oder gerade deswegen wurde es in der öffentlichen Diskussion eher ruhig um das Thema. Stattdessen stürzen sich die Unternehmen, auch im Mittelstand, sehr stark auf die Social Media, was nicht zuletzt dem medialen Hype rund um Facebook und Co. geschuldet ist. Und tatsächlich bieten die sozialen Netzwerke zahlreiche Potenziale für das Marketing.

Das bedeutet jedoch nicht, dass E-Mail-Marketing deshalb vernachlässigt werden sollte. Denn Newsletter und Mailings haben einige Vorteile gegenüber dem Social Media Marketing:

  • Newsletter eignen sich auch für Unternehmen, die im Social Web keine Chance hätten. Zum Beispiel weil sie keine geeigneten Produkte anbieten, keinen Endkundenkontakt haben oder über keine ausreichenden Personalressourcen verfügen.
  • Gerade die Ressourcenfrage spielt im Mittelstand eine große Rolle. Eine Facebook-Seite oder einen Blog professionell zu pflegen, ist sehr viel aufwändiger als einen regelmäßigen Newsletter zu verschicken.
  • Im B2B-Geschäft tun sich Unternehmen mit Social Media Marketing erfahrungsgemäß häufig schwer. Geschäftskunden lassen sich über E-Mails sehr viel leichter erreichen als über Social Media.
  • Gute Newsletter werden gerne gelesen. Ca. 2/3 der Befragten im 28. W3B-Report „E-Mail-Marketing“ gaben an, werbliche Newsletter entweder ganz durchzulesen oder zumindest zu überfliegen.
  • Studien zeigen immer wieder, wie effektiv E-Mails beim Auslösen von Kaufimpulsen sind – im Gegensatz zu Postings im Social Web. Bis zu 45% der Empfänger von gewerblichen Newslettern geben an, schon einmal aufgrund einer E-Mail einen Kauf getätigt zu haben (Quelle: ibusiness 2010)
  • Die Klick- und Conversion-Raten von E-Mails sind durchweg deutlich höher als die bei Facebook, wie zum Beispiel eine Studie von Forrester Research aus dem Jahre 2011 zeigte.
  • Über E-Mails lassen sich auch Zielgruppen erreichen, die im Social Web nicht aktiv sind, insbesondere ältere Internetnutzer. Gerade Entscheider in größeren Unternehmen haben oft nicht die Zeit, sich in den sozialen Medien aufzuhalten. Einen „erwünschten“ Newsletter zu lesen ist für viele aber ein fester Bestandteil der täglichen Informationssuche.
  • Über ein Drittel der Internetnutzer (36 Prozent) können nur über Newsletter erreicht werden. Zudem werden nahezu alle 15 Prozent der Fans und Follower von Unternehmensprofilen auch per Newsletter erreicht. (Quelle: Europäischer Social Media und E-Mail-Monitor 2010, eCircle)

Diese Zahlen und Fakten sollen jedoch keineswegs die Bedeutung von Social Media Marketing herunterspielen. Im Gegenteil: erfolgreich wird Marketing in der Regel durch die Verknüpfung mehrere Kanäle („Crossmedia-Marketing“. Gerade E-Mail und Social Media eignen sich hervorragend zur Kombination.

Comments are closed.