E-Mail-Marketing mit Social Media Marketing verknüpfen – 5 Tipps

Verknüpfung von Social Media und E-Mail-Marketing

Verknüpfung von Social Media und E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing wird heute von vielen Unternehmen sträflich vernachlässigt. Stattdessen setzen sie voll auf Social Media. Der Grund dafür ist in der Regel der allgegenwärtige Medien-Hype. An jeder Ecke sind Erfolgsgeschichten über den Einsatz von Facebook und Co. zu lesen. Und das auch völlig zu Recht. Social Media Marketing eignet sich für viele Marketingziele in Unternehmen hervorragend. Allerdings nicht für alle. Über die Vor- und Nachteile von E-Mail- und Social Media-Marketing haben wir an anderer Stelle bereits ausführlich geschrieben.

Clevere Marketing-Abteilungen stellen sich aber nicht die Frage, ob sie E-Mail-Marketing oder Social Media Marketing einsetzen sollen, sondern verknüpfen beide Instrumente miteinander. Auf diese Weise lassen sich die Wirkungen beider Kanäle nicht nur kombinieren, sondern potenzieren. Also nicht entweder oder, sondern sowohl als auch. Wie das geht, verrät dieser Artikel.

Tipp 1: „SWYN“ in Newslettern

Der erste Tipp ist sogleich auch der einfachste. Bauen Sie Buttons zum Weiterleiten in den Social Media in Ihre Newsletter ein. Wenn Sie wirklich gute Inhalte in Ihren Newsletter verschicken, werden einige Empfänger das Bedürfnis haben, den Newsletter an Freunde und Bekannte weiterzuempfehlen. Natürlich könnte man den Newsletter weiterleiten. Effektiver, weil reichweitenstärker, ist jedoch das Weiterleiten über Social Media-Kanäle. Dann erfahren auf einen Schlag alle Freunde und Bekannten von dem tollen Newsletter und haben ebenfalls die Chance, sich anzumelden. Die dahinterstehende Funktion heißt „Share With Your Network“ oder kurz „SWYN“.

SWYN-Buttons in einem Newsletter

SWYN-Buttons in einem Newsletter

Professionelle Newsletter-Anbieter wie CleverReach oder andere ermöglichen das direkte Einbinden von Facebook-, Twitter- oder Google+ Buttons in den Newsletter. Teilweise kann man sogar einen „Kommentieren“-Button einbinden. Klickt der Empfänger auf diesen Button, wird sein Kommentar, zusammen mit der Online-Version des Newsletters automatisch bei Facebook gepostet.

Aber Achtung: dieser Tipp funktioniert nur in Verbindung mit wirklich guten Inhalten des Newsletters. Stellen Sie sich die Frage: „Warum sollte ein Abonnenten den Newsletter an seine Empfänger weiterleiten wollen?“. Und dann erstellen Sie die Inhalte entsprechend.

Tipp 2: Hinweis auf Social Media-Auftritte in E-Mails

In Ihrem Newsletter sollten Sie allerdings nicht nur die „Share With Your Network“-Buttons einsetzen, sondern auf jeden Fall auch Hinweise auf Ihre Auftritte in den Social Media. Am Einfachsten ist es, unten in den Footer eine Leiste mit den Symbolen der Social Networks einzubauen, in denen Sie anzutreffen sind. Das könnte ein Link zur Facebook-Seite, zum Twitter-Profil, zum YouTube-Channel und zum Blog sein.

E-Mail-Signatur mit Social Media-Links

E-Mail-Signatur mit Social Media-Links

Auf diese Weise ermöglichen Sie es den Empfängern, mit Ihnen auch über die sozialen Medien in Kontakt zu bleiben.

Diese Vorgehensweise können Sie nicht nur in Newslettern, sondern in prinzipiell jeder E-Mail nutzen. Wenn alle Ihre Mitarbeiter in der E-Mail-Signatur Hinweise auf die Social Media-Auftritte eingebaut haben, ergibt sich eine multiplizierte Reichweite. Wie viele E-Mails versenden Sie jeden Tag? Da kommen eine Menge Kundenkontakte zusammen, die so alle von Ihren Aktivitäten im Social Web erfahren.

Zugegeben: mit diesen Buttons oder Links werden keine Unmengen neuer Fans oder Follower in kürzester Zeit zustande kommen. Aber steter Tropfen hölt den Stein. Es handelt sich um eien ergänzende Maßnahme, die darüber hinaus nichts kostet, sondern bereits bestehendes Potenzial nutzt. Verknüpfen Sie diese Strategie mit anderen Maßnahmen, um die maximale Wirkung zu erzielen.

Tipp 3: Blog-Artikel im Newsletter verschicken

Ein Corporate Blog zählt immer noch zu den wertvollsten Social Media-Kanälen für Unternehmen. Nicht umsonst erleben Blogs derzeit ein Revival, nachdem sie lange Zeit zu Gunsten von Facebook und Twitter vernachlässigt wurden. Unternehmen erkennen, dass sie mit einem Blog einen eigenen Marketingkanal aufbauen und sich dort nicht den oft strengen (Content- und Layout-)Regeln der großen Netzwerke unterwerfen müssen. Ein Blogbeitrag ist außerdem auch nach Jahren noch über Suchmaschinen auffindbar und rutscht nicht, wie z.B. bei Facebook, nach kurzer Zeit ins „Nirvana“.

Wenn Sie also einen Blog aufbauen, verfügen Sie über einen tollen Kanal zur Kommunikation mit Kunden, Interessenten und der breiten Öffentlichkeit. Die Blogbeiträge können Sie aber auch wunderbar für den Newsletter verwenden.

Versenden Sie die besten Blogbeiträge im Newsletter. Gehen Sie dabei aber nicht zu inflationär vor; der Newsletter sollte nicht ausschließlich aus Blogbeiträgen bestehen (sonst sinkt der Mehrwert für den Abonennten. Warum sollte sich ein Abonnent noch anmelden, wenn er ohnehin alle Beiträge im Blog nachlesen kann?). Picken Sie stattdessen einzelne, wirklich hochwertige Beiträge heraus, reissen Sie diese im Newsletter an und verlinken Sie dann zum Blogbeitrag. Auf diese Weise haben Sie mit einem einzigen Aufwand schon zwei Kanäle (Blog und Newsletter) bespielt.

Tipp 4: Social Media zur Adressgenerierung nutzen

Wenn Sie in den Social Media-Kanälen über eine Fangemeinde verfügen, sitzen Sie auf einem enormen Potenzial, allerdings mit einem großen Nachteil. Ein Facebook-Fan gehört nicht Ihnen, genausowenig wie ein Twitter-Follower oder ein Pinterest-Abonnent. Wenn sich ein Netzwerk entschließt, Ihren Account zu sperren (zum Beispiel, weil sie in deren Augen gegen Richtlinien verstoßen haben), Ihre Seite abzuschalten oder sogar das ganze Netzwerk dicht zu machen, verlieren Sie mit einem Schlag all Ihre Kontakte.

Ein Newsletter-Abonnent dagegen gehört Ihnen. Sie können die Adresse im besten Fall jahrelang nutzen und immer wieder anschreiben. Versuchen Sie also unbedingt, Ihre Social Media-Kontakte auch zu Newsletter-Abonnenten zu machen.

Newsletter-Anmeldung über Facebook-App

Newsletter-Anmeldung über Facebook-App

Dazu können Sie Ihren Newsletter gelegentlich in den Social Media bewerben. Weisen Sie zum Beispiel bei Facebook darauf hin, dass morgen wieder ein Newsletter verschickt wird und posten Sie den Link zum Anmeldeformular dazu.

Damit diese Strategie funktioniert, müssen Sie wiederum überzeugende Argumente liefern können, warum sich jemand bei Ihnen anmelden sollte. Auch hier gilt: behalten Sie einige Vorteile den Newsletter-Abonnenten vor. Wenn Sie alle Social Media-Inhalte eins zu eins im Newsletter wiedergeben, besteht kein Anreiz, sich anzumelden.

Darüber hinaus können Sie auf Ihrer Facebook-Seite direkt ein Newsletter-Anmeldeformular einbauen. Auch hier verfügen manche Anbieter (z.B. CleverReach) über eine direkte Schnittstelle, so dass man die App nur autorisieren muss. Schon ist das Formular integriert.

Tipp 5: Lead-Generierung über Apps

In eine ähnliche Richtung geht auch Tipp Nr. 5. Über eine Facebook-App können Sie hervorragend E-Mail-Adressen sammeln, zum Beispiel, indem Sie ein Gewinnspiel oder eine Verlosung durchführen. Gemäß Facebook-Richtlinien müssen Sie dabei ohnehin Adressen sammeln, da Sie den Gewinner nicht über Facebook informieren dürfen.

Sie können zum Beispiel etwas unter allen Teilnehmern verlosen. Zur Teilnahme reicht es aus, dass die Mitspieler ihre E-Mail-Adresse in das Formular eintragen.

Etwas fortgeschrittener und erfolgversprechender ist ein „richtiges“ Gewinnspiel, bei dem die Teilnehmer etwas tun müssen, zum Beispiel ein Bild oder Video hochladen. Per Abstimmung wird dann ein Sieger ermittelt. Auch hier müssen die Teilnehmer ihre E-Mail-Adresse hinterlegen. Bei einem gut gemachten Gewinnspiel, insbesondere bei attraktiven Preisen, können Sie so schnell sehr viele Adressen generieren.

Für solche Gewinnspiele und Verlosungen gibt es App-Baukastensysteme, mit denen man auch ohne Programmierkenntnisse eine Aktion zusammenstellen kann. Ein möglicher Anbieter dafür ist Halalati.com. Dort sind einfache Gewinnspiel-Apps sogar kostenlos möglich.

Hinweis: wenn Sie den Teilnehmern danach regelmäßig Newsletter zuschicken möchten, sollten Sie darauf hinweisen bzw. eine separate Erlaubnis (z.B. durch das Setzen eines Häkchens) einholen. Damit sind Sie auch langfristig auf der sicheren Seite.

Jetzt sind Sie dran…

Mit diesen 5 Tipps schaffen Sie schon eine gute Grundlage zur Verknüpfung von E-Mail-Marketing und Social Media. Seien Sie aber kreativ und überlegen Sie, welche Schnittpunkte es in Ihrem Unternehmen sonst noch gibt. Welche Ressourcen können Sie noch mit einbeziehen? Was hat in der Vergangenheit gut funktioniert? Je mehr Ideen Sie entwickeln, desto erfolgreicher werden Sie in beiden Kanälen sein. Viel Erfolg!

One Response to “E-Mail-Marketing mit Social Media Marketing verknüpfen – 5 Tipps”

  1. Vielen Dank für die nützlichen Tipps!

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