12 Tipps zur Adressgewinnung für Ihren Newsletter

Ein Newsletter ohne Adressen ist wie ein Auto ohne Motor – sieht toll aus, ist aber völlig sinnlos! Ein großer Teil Ihrer Online-Marketing-Bemühungen sollte daher auf der Adressgewinnung liegen. Welche Wege haben Sie bisher beschritten, um Adressen zu gewinnen? Vielleicht finden Sie in den folgenden 12 Tipps einige Anregungen, die Ihnen noch mehr Adressen verschaffen.

1. Schöpfen Sie vorhandene Potenziale aus

Wenn Sie nicht gerade ein Start Up gründen, haben Sie bereits einen aktiven Kundenstamm und damit auch ein Potenzial an E-Mail-Adressen. Holen Sie von Bestandskunden, deren E-Mail nicht vorliegt, diese ein, zusammen mit der Einwilligung für den Newsletter-Empfang. Und auch wenn Sie die Adresse bereits vorliegen haben, sichern Sie sich besser durch eine Einwilligung ab. Zwar dürfen Sie Bestandskunden unter bestimmten Voraussetzungen (§7 III UWG) auch ohne Einwilligung Newsletter senden, aber wenn Sie auf Numer Sicher gehen wollen, lassen Sie sich vorher die Empfangsbereitschaft bestätigen.

2. Probieren Sie Gewinnspiele aus

Gewinnspiele gehören zu den am häufigsten genutzten Maßnahmen zur Adressgewinnung. Leider ist die Qualität der Adressen oft nicht sehr hoch. Die Teilnehmer geben ihre Daten ab, um am Gewinnspiel teilzunehmen, nicht um künftig von Ihnen Newsletter zu erhalten. Das wird dann eher hingenommen als wirklich gewünscht. Trotzdem können Gewinnspiele funktionieren, wenn Sie die richtige Zielgruppe ansprechen und den richtigen Gewinn auslosen. Probieren Sie es aus.

3. Nutzen Sie jeden Kundenkontaktpunkt

Überlegen Sie sich, wie oft Sie mit Kunden in Kontakt kommen und an wie vielen verschiedenen Stellen: am Telefon, im Brief(kopf), über Flyer, auf der Website, im persönlichen Gespräch, auf Messen, per E-Mail usw. Überlegen Sie sich, wie Sie jeden dieser Kontaktpunkte zur Adressgewinnung nutzen können. Ihnen fallen bestimmt einige kreative Maßnahmen ein.

4. Die Website ist der wichtigste Ort

Die Website ist einer dieser Kundenkontaktpunkte und meist der mit dem größten Potenzial. Sie haben auf Ihrer Website ja bereits täglich hunderte oder sogar tausende Besucher, die Sie nur noch zu Newsletter-Empfängern machen müssen. Fragen Sie daher auf jeder Unterseite (inklusive der Startseite) nach der E-Mail-Adresse, am besten durch ein Formular in der Sidebar. Sie können der Website gar nicht genug Priorität bei dieser Aufgabe einräumen. Sogar der amerikanische Präsident macht es so, warum also nicht Sie?

5. Nutzen Sie das Kontaktformular

Viele Unternehmen erhalten täglich dutzende ausgefüllte Kontaktformulare mit Anfragen, Beschwerden oder Kundenwünschen. Haben Sie unter das Formular ein Auswahlfeld zum Abonnieren des Newsletters eingebaut? Nein? Dann sollten Sie das schnellstens nachholen. Der Kunde trägt bereits seine Daten ein – die beste Gelegenheit, auch seine Einwilligung abzuholen.

6. Nutzen Sie die Blogkommentare

Wenn Sie einen Blog betreiben, gibt es eine weitere Möglichkeit, an Newsletter-Empfänger zu kommen: fügen Sie in den Kommentarbereich eine entsprechende Auswahlbox ein. Der Kommentierer gibt seinen Namen, seine E-Mail-Adresse und eventuell seine Website ein, da kann er doch auch gleich den Newsletter abonnieren.

7. Sensibilisieren Sie den Außendienst

Ihre Außendienstler oder Kundenberater sind eine weitere mächtige Waffe in der Adressgenerierung. Haben alle den Auftrag, bei jedem Kundentermin nach der Newsletter-Einwilligung zu fragen? Hierfür reicht schon ein Häkchen im Gesprächsprotokoll und eine Unterschrift aus. Oder Sie erstellen dafür ein extra Formular. Wenn fünf Außendienstler jeden Tag drei Gespräche haben und nur bei einem die Einwilligung bekommen, bedeutet das für Sie 1.000 weitere Newsletter-Abonnenten pro Jahr, ohne jeglichen Mehraufwand.

8. Bieten Sie einen konkreten Nutzen

Menschen melden sich zu Newslettern nur an, wenn sie einen konkreten Nutzen erhalten. Etwas, dass die Hemmschwelle, die eigene E-mail-Adresse auf einer fremden Seite einzutragen, überwindet. Welchen Nutzen können Sie bieten? Der Nutzen könnte zum Beispiel in speziellen Rabatten, hochwertigen Informationen oder Zugang zu Downloads wie Whitepapers oder Software liegen. Auch die Aussicht, relevante News schneller als andere zu bekommen, könnte viele zum Eintragen in den Newsletter bewegen.

9. Nutzen Sie Veranstaltungen

Als Unternehmen sind Sie sicher auf Messen oder Konferenzen unterwegs und kommen dort mit dutzenden oder sogar hunderten Menschen in Kontakt. Nutzen Sie auch diese Kontakte, um die Adressgewinnung voranzutreiben. Legen Sie zum Beispiel an ihrem Stand eine Liste aus und sprechen Sie jeden Standbesucher auf Ihren Newsletter an. Ein gutes Mittel sind übrigens auch Online-Veranstaltungen, z.B. Webinare. Dort können Sie Ihr Wissen zu einem bestimmten Thema präsentieren, Kunden und Interessenten einladen und bei der Einladung oder spätestens im Webinar auch gleich auf den Newsletter hinweisen.

10. Profitieren Sie von den Social Media

Nutzen Sie Social Media Marketing Treiber für die Adressgewinnung. Weisen Sie auf Twitter, Facebook und Co auf Ihren Newsletter hin. Machen Sie durch Teaser-Texte auf den nächsten Newsletter neugierig. Bauen Sie in Ihre YouTube-Videos am Ende einen Hinweis auf den Newsletter ein. Und seien Sie auch hier kreativ, es gibt unzählige Möglichkeiten.

11. Gehen Sie mit den Daten sorgsam um

Menschen geben heute ihre Daten nur noch ungerne heraus, aus Angst vor Datenmissbrauch oder einfach aus Unsicherheit. Behandeln Sie daher die Daten sorgsam und lassen Sie das den Interessenten auch wissen. Ein Datenschutzhinweis und/oder einfach eine „Vertrauensgarantie“ zu Beginn des Anmelde-Prozesses helfen hier weiter. Sagen Sie, was Sie mit den Daten machen oder nicht machen (z.B. an Dritte weitergeben) und dass der Empfänger sich jederzeit wieder abmelden kann.

12. Probieren Sie es mit aggresiveren Methoden

Hin und wieder muss man auch mal zu etwas „härteren Bandagen“ greifen. Methoden wie ein Overlay über die Website sind nicht beliebt, funktionieren aber gerade zur Adressgewinnung gut. Beschränken Sie diese Maßnahmen aber auf jeden Fall zeitlich und messen Sie währenddessen genau, ob sich Daten wie Verweildauer, Absprungrate oder Anzahl der aufgerufenen Seiten verändern. Und zeigen Sie auf jeden Fall jedem Besucher nur einmal das Overlay-Formular, und schon gar nicht auf jeder Unterseite. Sonst wird aus einer gut gemeinten Bemühung zur Adressgewinnung schnell eine todsichere Methode zur Kapitalvernichtung.

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