Category : Email-Marketing Tipps

Double Opt In vor dem Aus? – Das sagt der Anwalt

RA Niklas Plutte

RA Niklas Plutte

„Double Opt In vor dem Aus!“ Mit dieser Schlagzeile schockierten gestern Online-Medien die Marketingwelt. Grund war die Entscheidung eines Gerichts, dass die zur Einholung einer Einwilligung verschickte Opt-In-Mail brereits rechtlich unzulässig sei. So klang es zumindest in den Artikeln.

Ist das so richtig? Und wenn ja, was bedeutet das jetzt für Unternehmen, die E-Mail-Marketing betreiben wollen? Ist E-Mail-Marketing endgültig tot?

Dazu habe ich Niklas Plutte, Rechtsanwalt und ausgewiesener Spezialist für Online-Recht, befragt. Seine Antworten bringen Licht in die verzwickte Situation und geben Tipps, wie künftig rechtlich sicher E-Mail-Marketing betrieben werden kann.

Niklas, kannst du diese Gerichtsentscheidung kurz zusammenfassen: Was wurde entschieden und mit welcher Begründung?

Im Internet war an verschiedener Stelle zu lesen, dass ein Berliner Amtsgericht in einer aktuellen Entscheidung die Bestätigungsmail im Rahmen des Double-Opt-In Verfahren als SPAM eingestuft habe. Diese Meinung vertritt bisher ansonsten nur das OLG München. Die Berichte über das neue Urteil sind allerdings falsch.

Tatsächlich hat das Amtsgericht gar nicht über die Zulässigkeit von DOI-Mails entschieden. In der Entscheidung ging es um eine automatisch generierte Bestätigungsmail nach Anlegen eines Kundenkontos in einem Onlineshop.

Der Empfänger der Bestätigungsmail bestritt, sich bei dem Onlineshop angemeldet zu haben. Der Onlineshop wiederum konnte nicht beweisen, dass die Anmeldung doch vom Kläger stammte, weil kein Double-Opt-In Verfahren verwendet worden war. Für Nichtjuristen ein wenig verwirrend.

Es ging um das Beweisproblem

Kurz gesagt ging es aber nicht um die Zulässigkeit des Double-Opt-Ion Verfahrens, sondern um ein Beweisproblem. Das Double-Opt-Verfahren ist weiter zulässig. Anders kann man im Internet für den typischen Newsletter gar keine rechtskonformen Werbeeinwilligungen einholen.

Was bedeutet das jetzt in der Praxis für Unternehmen, die E-Mail-Marketing betreiben? Wie sollten sie sich verhalten?

Wer E-Mail Leads über das Internet generieren will, kommt am Double-Opt-Verfahren nicht vorbei.

Dabei sollte man sich bewusst machen, dass die rechtlichen Anforderungen an rechtskonformes E-Mail-Marketing außerordentlich strikt sind. Der Empfänger muss für jede einzelne Werbemail seine vorherige, ausdrückliche Einwilligung erteilt haben. Die Bestätigungsmail im Rahmen des Double-Opt-In Verfahrens macht davon in gewisser Weise eine Ausnahme, allerdings nur, wenn sie neutral formuliert ist und wirklich keinerlei Werbung enthält.

Zusätzlich muss der Empfänger bereits in der Bestätigungsmail und jeder folgenden E-Mail auf sein Recht hingewiesen werden, den weiteren Erhalt von E-Mails jederzeit kostenlos und ohne Angaben von Gründen abbestellen zu können, am besten mit Abmeldelink im Footer. Einwilligung und Bestätigungsmail sollten so abspeichert werden, dass sie im Streitfall wieder abgerufen und ausgedruckt werden können.

Double Opt In auch bei Shopanmeldungen

Spätestens nach dem Urteil des Amtsgerichts Berlin sollten Onlinemarketer dazu übergehen, auch reine Anmeldungen zu Kundenkonten per Double-Opt-In abzuwickeln. Das betrifft nicht nur Onlineshops, sondern beispielsweise auch die Anmeldung zu Onlinemarketing-Tools, Social Media Netzwerken oder Onlinegames.

Wer hier beim Anlegen des Kundenkontos auf das Double-Opt-In Verfahren verzichtet, wird immer riskieren, dass zumindest Einzelpersonen wegen unerwünschter E-Mailwerbung gegen ihn vorgehen. Die Gefahr ist deshalb so groß, weil die Rechtsprechung den Werbebegriff sehr weit versteht. Ausreichend ist “jede Äußerung bei der Ausübung eines Handels, Gewerbes, Handwerks oder freien Berufs mit dem Ziel, den Absatz von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen zu fördern”.

Ausführliche Informationen haben wir in einem – leider recht lang gewordenen – Artikel zum rechtskonformen E-Mailmarketing zusammengetragen.

Gibt es einen bomben(rechts)sicheren Weg, E-Mail-Adressen zu generieren?

Für das reine Anlegen eines Kundenkontos reicht es, wenn du meine vorstehenden Tipps befolgst.

Im Vergleich dazu ist die Lead-Generierung für E-Mail-Werbung deutlich schwieriger. Hier ist die Beachtung des Double-Opt-In Verfahrens nur der erste Schritt. Der Werbende muss z.B. sehr genau darauf achten, einen ausreichend konkreten Einwilligungstext aufzusetzen, der den Interessenten in die Lage versetzt, bereits vor Eintragung seiner E-Mailadresse klar zu erkennen, welches Unternehmen ihm bei Anmeldung zum Newsletter später Werbung zu welchen Produkten schicken wird.

Klar werden muss auch, in welchem Turnus die Werbemails verschickt werden. Diese Einwilligung muss separat von anderen Einwilligungen eingeholt werden, also z.B. nicht zusammen mit AGB, sondern in einer grafisch getrennten Checkbox.

Eine Einwilligung im Fließtext irgendwelcher Nutzungsbedingungen ist unwirksam.

Lead-Generierung mit Ebooks rechtlich kritisch?

Speziell die Lead-Generierung im Zusammenhang mit kostenlosen (und oft auch durchaus interessanten) Download-Angeboten wie eBooks sehe ich sehr kritisch, wenn bei Eintragung der E-Mailadresse mit Blick auf die Conversion Rate nicht erwähnt wird, dass die Adresse im Newsletter-Verteiler des Werbers landet.

Zuletzt: Beim Versand der eigentlichen Werbemails muss der Werber sicherstellen, dass der Empfänger tatsächlich auch nur Werbung für solche Produkte erhält, auf die sich seine Einwilligung erstreckt. Das wird in der Praxis dauernd missachtet, selbst bei großen Firmen.

Neues Flatrate-Preismodell bei CleverReach

cleverreach-logo

Die Kosten spielen bei der Auswahl der passenden Newsletter-Software eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich bieten die meisten Software as a Service (SaaS)-Anbieter zwei Preismodelle an:

  • Kosten pro verschickter Mail
  • Flatrate-Modell mit monatlichen Pauschalbeträgen.

CleverReach hat jetzt die Preise für das Flatrate-Modell angepasst. Die Preise erhöhen sich jetzt bei den Paketen bis 100.000 in kleineren Schritten, wobei die Schritte mit zunehmender Empfängeranzahl größer werden. Dadurch werden Unternehmen mit kleinen Verteilern noch weniger belastet, es erfolgt eine gerechtere Verteilung der Kosten.

Anzahl EmpfängerPreis pro Monat
0 - 250kostenlos
251 - 50010,00€
501 - 1.00015,00€
1.001 - 2.50025,00€
2.501 - 5.00045,00€
5.001 - 7.50065,00€
7.501 - 10.00080,00€
10.001 - 15.000100,00€
15.001 - 20.000120,00€
20.001 - 25.000180,00€
25.001 - 30.000220,00€
30.001 - 35.000260,00€
35.001 - 40.000300,00€
40.001 - 50.000350,00€
50.001 - 75.000600,00€
75.001 - 100.000850,00€

Für wen eignet sich das Flatrate-Modell?

Das Flatrate-Preismodell eignet sich für alle, die zwar relativ wenige Empfängeradressen haben, aber an diese recht viele Mails verschicken. Zum Beispiel mit täglichen Autoresponder-Kursen, wöchentlich mehrfach erscheinenden Newslettern etc. Dadurch ergibt sich ein hohes Versandvolumen trotz geringem Verteilerstamm, was beim Pay per Mail-Verfahren schnell zu teuer werden kann. Diese Unternehmen sind mit dem Flatrate-Modell besser bedient. Denn ein Versandlimit gibt es nicht, an die vorhandenen Adressen können beliebig viele Mails verschickt werden.

Durch die neue Staffelung der Preise bei CleverReach sind die Kosten noch genauer auf die jeweilige Situation der Kunden angepasst. Wer 10.000 Adressen im Verteiler hat, will und soll natürlich weniger bezahlen als ein Unternehmen mit 50.000 Adressen. CleverReach geht bei der Preisstaffelung jetzt in 5.000er-Schritten vor, was den meisten Unternehmen entgegenkommen dürfte.

CleverReach jetzt kostenlos testen!

35 Praxistipps zum E-Mail-Marketing – Gratis Download

Unser Artikel mit den 21 kostenlosen Ebooks zum E-Mail-Marketing hat hohe Wellen geschlagen – zahlreiche Blogs und Magazine haben das Thema aufgegriffen.

Die Fachzeitschrift webselling hat daraufhin um eine Expertenmeinung für einen Artikel gebeten. Der Artikel ist in Ausgabe 5/13 erschienen.
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E-Mail-Marketing und Social Media – Interview mit den Inhabern von Sweepstake-App.com

Sweepstake App

Sweepstake App

Social Media Marketing und E-Mail-Marketing wachsen immer mehr zusammen. Facebook und. Co. lösen die E-Mail nicht ab, sondern ergänzen den Kommunikationsmix. Insbesondere Apps auf Facebook-Seiten können ideal dazu genutzt werden, E-Mail-Adressen für den Newsletter zu generieren. Doch App-Erstellung ist teuer und aufwändig. Aus diesem Grund greifen Unternehmen gerne zu App-Baukästen wie Sweepstake-App.com. Ich habe Benjamin Knecht, den Gründer der MXP GmbH und Betreiber der Sweepstake-App.com dazu befragt und viele wertvolle Tipps erhalten.

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21 kostenlose Ebooks zum E-Mail-Marketing

21 kostenlose Ebooks zum E-Mail-Marketing

21 kostenlose Ebooks zum E-Mail-Marketing

In unseren E-Mail-Marketing-Tipps berichten wir regelmäßig über Ideen, Tipps und Tricks zum Thema E-Mail-Marketing. Doch auch andere Autoren haben da eine Menge zu sagen. Und Wissen kann man schließlich nie genug haben… Deshalb haben wir uns auf die Suche nach hochwertigen und kostenlosen Ebooks gemacht, die das Thema E-Mail-Marketing und/oder Newsletter-Marketing zum Inhalt haben. In diesem Blogbeitrag haben wir für Sie die 21 besten Ebooks zusammengetragen. Viel Spaß beim Lesen!

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Öffnungsrate im Newsletter steigern – die 10 besten Tipps

Tipps zur Steigerung der Öffnungsrate

Tipps zur Steigerung der Öffnungsrate

Das Marketing über das E-Mail-System ist heute schon Standard und wird von vielen Firmen, Unternehmen und Herstellern zur Optimierung genutzt. Dabei ist E-Mail-Marketing im Mailbereich gar nicht so einfach, da es darauf ankommt, wie viele Mails geöffnet werden, damit das Marketing erfolgsversprechend ist.

Die Öffnungsrate im E-Mail-Marketing sollte so hoch wie möglich sein. Denn nur geöffnete Mails können auch Conversions erzielen, also zum Beispiel Verkäufe, Weiterempfehlungen oder sonstige Ziele erreichen. Zum Glück lässt sich die Öffnungsrate mit den richtigen Maßnahmen beeinflussen.

Die nachfolgenden 10 Tipps können helfen, die Öffnungsraten zu steigern.

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E-Mail-Marketing mit Social Media Marketing verknüpfen – 5 Tipps

Verknüpfung von Social Media und E-Mail-Marketing

Verknüpfung von Social Media und E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing wird heute von vielen Unternehmen sträflich vernachlässigt. Stattdessen setzen sie voll auf Social Media. Der Grund dafür ist in der Regel der allgegenwärtige Medien-Hype. An jeder Ecke sind Erfolgsgeschichten über den Einsatz von Facebook und Co. zu lesen. Und das auch völlig zu Recht. Social Media Marketing eignet sich für viele Marketingziele in Unternehmen hervorragend. Allerdings nicht für alle. Über die Vor- und Nachteile von E-Mail- und Social Media-Marketing haben wir an anderer Stelle bereits ausführlich geschrieben.

Clevere Marketing-Abteilungen stellen sich aber nicht die Frage, ob sie E-Mail-Marketing oder Social Media Marketing einsetzen sollen, sondern verknüpfen beide Instrumente miteinander. Auf diese Weise lassen sich die Wirkungen beider Kanäle nicht nur kombinieren, sondern potenzieren. Also nicht entweder oder, sondern sowohl als auch. Wie das geht, verrät dieser Artikel.

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Newsletter-Abonnenten gewinnen mit Google AdWords

Newsletter Abonnenten gewinnen mit Google AdWords

Bei Google AdWords, dem Anzeigensystem von Google, gibt es eine für das E-Mail-Marketing hochinteressante Neuerung. Demnächst kann man direkt über die Anzeigen Newsletter-Abonnenten gewinnen. Das System befindet sich gerade in der Beta-Phase und kann nur von ausgewählten Agenturen genutzt werden. Eine solche Agentur ist netspirits aus Köln. Wir haben deshalb Hendrik Unger von netspirits zu den Möglicheiten und Chancen dieses neuen Systems befragt.

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Newsletter – wie oft versenden? Die ideale Versandfrequenz

Der Newsletter gehört zu den Pflichtelementen eines Online-Marketing-Konzepts. Mit seiner Hilfe lassen sich Adressen generieren und aktuelle sowie zukünftige Kunden regelmäßig ansprechen. Newsletter sind kostengünstig und hocheffektiv – wenn man es richtig macht.

Eine der zentralen Fragen im Newsletter-Marketing ist die Frage der Versandfrequenz. Wie oft sollte man den Newsletter versenden?

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Interaktive Mailings mit PURL für den effektiven Dialog

PURL im E-Mail-MarketingIn Zeiten, in denen das klassische Marketing vor immer neuen Herausforderungen steht, müssen auch Unternehmen neue Wege der Kommunikation erschließen. Das Medien- und Konsumverhalten der Verbraucher hat sich in der letzten Zeit entscheidend verändert. So findet die klassische Werbung immer weniger den Zugang zur gewünschten Zielgruppe, wohingegen der Cross-Media-Dialog weiter auf dem Vormarsch ist. Dazu gehört auch der Dialog mittels E-Mail-Newslettern, Mailings und personalisierten Websites („PURL“ = „personalized URL“). So lässt sich eine digitale (oder auch eine gedruckte) Aussendung mit einem speziellen Zugang kombinieren, der dem Empfänger weitere Informationen bietet. Er besucht über den individuellen Link (auch als QR-Code möglich) die vorbereitete Website und kann per Tastatur und Maus Daten eingeben oder eine Auswahl treffen, die sich exakt an seinen Bedürfnissen orientiert. Diese interaktive Form lädt zum Dialog ein, erhöht die Aufmerksamkeit und bindet den Adressaten – natürlich nur, wenn Mailing und PURL auch gut gemacht sind.

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